tresmo auf dem VDI-Fachkongress CESIS

Beim diesjährigen IoT-Kongress CESIS in München waren wir eingeladen unsere Erfahrungen zu IoT-Geschäftsmodellen zu teilen sowie an der Panel-Diskussion zum Thema 'Change Management & the Future of Work' teilzunehmen. Die CESIS ist ein vom VDI initiierter Fachkongress, der sich mit Geschäftsstrategien und -visionen rund um den Themenkreis des Internets der Dinge (IoT) und des industriellen Internets der Dinge (IIoT) befasst.

Vortrag 'Successful Business Models for Industry 4.0 and IoT'

Unser CEO Jan Rodig eröffnete am zweiten Tag nach dem Lunch den Track Digital Transformation & Cultural Change mit seinem Vortrag zu 'Successful Business Models for Industry 4.0 and IoT'. Die Teilnehmer bestätigten die Relevanz des Themas eindrucksvoll: Etwa 80% von ihnen beschäftigen sich derzeit selbst aktiv mit der Gestaltung des IoT-Geschäftsmodells ihres Unternehmens oder arbeiten in Unternehmen, die aktuell an diesem Thema arbeiten.

Der Handlungsbedarf ist auch hoch: Einerseits zwingt die zunehmende Kommoditisierung physischer Produkte Hersteller dazu, neue Wege der Differenzierung zu suchen – und oft ist der Mehrwert der Vernetzung von Produkten für die Kunden deutlich höher als deren weitere physische Optimierung. Gerade im Maschinen- und Anlagenbau sind viele Produkte bereits stark optimiert und selbst mit hohem Aufwand sind nur noch marginale Verbesserungen möglich. Erhebliche Effizienzverluste treten jedoch bei den Prozessen vor und nach dem Einsatz der Maschinen und Anlagen auf – und dort setzt die Digitalisierung durch IoT-Lösungen an. Andererseits drängen auch immer mehr Product-as-a-Service-Geschäftsmodelle auf den Markt und Anbieter die dem nichts entgegensetzen können, werden aus Kundensicht massiv an Attraktivität verlieren.

Jan sprach in seinem Vortrag u.a. zu möglichen Gestaltungsoptionen von IoT-Geschäftsmodellen sowie wesentlichen Hindernissen bei der Umsetzung. Eines der größten Hindernisse ist der Kulturwandel – weg von top-down-Strategieexekution hin zu agilen bottom-up-Innovationsprozessen. Dieses Thema wurde auch in der anschließenden Panel-Diskussion noch einmal intensiv aufgegriffen.

alt Foto: Mark Kujath

„Zahlreiche IoT-Geschäftsmodelle sind zu optimistisch kalkuliert. In vielen Fällen wird nicht zwangsläufig mehr Geld mit IoT-Services verdient werden. Aber die Unternehmen können mit IoT-Innovationen weiter am Markt bestehen. Die Erlösstrukturen werden sich jedoch signifikant hin zu erfolgs- und nutzungsbasierten Ansätzen verschieben.“ – Jan Rodig, CEO tremso

altQuelle: tresmo

Panel-Diskussion zu „Change Management & the Future of Work“

Zusammen mit Dr.-Ing. Stephan van Aaken (Uniper), Steffi Michailowa (ABB) und Dieter Westerkamp vom VDI tauschte sich Jan am Nachmittag zur Zukunft von Organisationen, Personalentwicklung und lebenslangem Lernen aus.

altFoto: Mark Kujath

Quintessenz der Panel-Diskussion: Trotz vieler ausgefeilter Frameworks und Methoden bleibt das Management der Digitalen Transformation eine Kunst. Häufig zitierte Schlagworte wie lebenslanges Lernen und agile Organisationsformen sind dabei nur die "Spitze des Eisbergs". Deutlich herausfordernder ist es, mit der massiven Verschiebung der Entscheidungsgewalt innerhalb von Organisationen umzugehen – weg von der Spitze, hin zur Basis. Denn agile, kundenzentrierte Innovationsprozesse erfordern kleine, cross-funktionale Teams, die nah am Kunden arbeiten und sich schnell auf neue Erkenntnisse einstellen können. Damit hat der klassische Wasserfallansatz der Strategiedefinition und -Umsetzung weitgehend ausgedient – doch wozu werden dann die zahlreichen Entscheidungsebenen in den Unternehmen noch benötigt? Dieser Machtverlust provoziert verständlicherweise enorme Widerstände – und ein effektives Change Management muss diesen entsprechend begegnen.

alt Quelle: tresmo

„Die größte Herausforderung vor dem Hintergrund der immer weiter zunehmenden Digitalisierung wird sein, wie wir mit unseren Egos klarkommen. Die Zeit, in der wir uns stark über unsere Arbeit definieren (können) läuft unweigerlich aus – für manche Berufsbilder früher, für manche etwas später. Der Mensch muss neue Wege finden müssen, sich zu verwirklichen – sei es durch karitative und kreative Betätigung oder aber auch in virtuellen Welten. Und der Staat braucht dringend eine smarte Vision dafür, wie er diesen Prozess sinnvoll gestaltet, so dass am Ende alle möglichst gerecht von der steigenden gesamtwirtschaftlichen Produktivität durch immer effizientere Roboter und Algorithmen profitieren.“ – Jan Rodig, CEO tresmo

altFoto: Mark Kujath

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